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Verfasst: 21.02.2013

Derzeitige Andachtsstätte

Die Andachtsstätte der Jaina befindet sich auf einem 4.000 m² großen Gelände in einem kleinen, etwa 20 m² großen Häuschen, über dessen Dach sich beängstigend tief der wuchtige Stamm einer alten Kiefer neigt. Jeden Morgen um sieben Uhr, an Wochenenden und an gesetzlichen Feiertagen eine Stunde später, trifft sich hier eine feste Gruppe von Gläubigen, um die Ashta Prakari Puja durchzuführen. Die Gruppe besteht meist aus acht bis zwölf Männern, die in traditioneller indischer Kleidung zum Tempel kommen. Aus kleinen Lautsprechern ist das Namaskar-Mantra zu hören, das neunzeilige Hauptmantra der Deravasi-Jaina.[1] Zwei Jahre habe ich an diesem Ritual regelmäßig teilgenommen, wobei meine Position in der Gruppe von der teilnehmenden Beobachtung bis hin zur aktiven Teilnahme variierte. Meine Aufgaben reichten vom Schlagen der Glocke während des Rituals bis hin zu den Vorbereitungsarbeiten und dem Durchführen der Puja. Als außenstehende Frau, die sich der Situation anpasste, wurde ich von dieser Gruppe freundlich aufgenommen und integriert. Ich wurde von einem Mitglied der Gruppe gebeten, die Opfergaben wie Reis, Früchte und Süßigkeiten zu verteilen, da die Jaina, im Gegensatz zu den Swaminarayan[2] oder anderen hinduistischen Schulen, die geopferten Gaben nicht selbst verzehren dürfen.[3]

Fußnoten:
[1]
[2]
[3]
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