Verfasst: 03.04.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§128 In der Nacht, als der Asket (...) alles Leiden überwunden hatte, da veranstalteten die neun Mallaki und die neun Licchavi, die insgesamt achtzehn Gaṇa-Fürsten aus Kāśī und aus Kośala, in der Neumondnacht – dem Datum des Posadha-Fastens – eine Zeremonie zum Geleit ans Jenseitige Ufer (des Saṃsāra): »Fort ist das Licht, das ein geistiger Zustand (bhāvoddyota) war! Stecken wir also ein...
Verfasst: 02.04.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§119 So lebte der Erhabene: abgesehen vom Aufenthalt während der Regenzeit, in den acht Monaten der heißen und der kalten Jahreszeit im Dorf jeweils eine Nacht, in der Stadt fünf Nächte; Axt und Sandelholz galten ihm als dasselbe, von gleichem Wert Gras und Edelsteine, Lehm und Gold, gleich waren ihm Leiden und Glückserfahrung, weder am Diesseits noch am Jenseits hing er, weder nach dem Leben noch nach...
Verfasst: 01.04.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§116 Dort, unter dem besonders prächtigen Aśoka-Baum, ließ er die Sänfte halten, stieg aus, legte eigenhändig Schmuck und Blütenkränze ab und vollzog eigenhändig den Ritus des Haar-Ausreißens mit fünf Griffen der geballten Faust. Nach Vollzug dessen fastete er zweieinhalb Tage, ohne zu trinken. Als der Mond mit der Konstellation Uttaraphalgunī in Konjunktion getreten war, legte er ein einziges, ein...
Verfasst: 31.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§110 Der Asket, der erhabene Mahāvīra, war klug, wußte klug zu verzichten; er war musterhaft, sanft, gut und wohldiszipliniert, der Nāya, Angehörige der Nāya, Mond der Nāya-Gemeinschaft, der Videha, Videhadatta, zu preisen als ein in Videha Geborener, Videha-Prinz, hatte er dreißig Jahre in Videha verbracht, war nun, nachdem seine Eltern in eine Götterexistenz eingetreten waren, von den...
Verfasst: 30.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§108 Der Asket, der erhabene Mahāvīra, war nach seiner Herkunft (gotra) ein Kāsava (skt. Kāśyapa). Ihn betreffend werden drei Namensverleihungen folgender Art genannt, nämlich: Als Sohn seiner Eltern war er Vaddhamāṇa (Vardhamāna) (»der Wachsende«); mit allgemeiner freudiger Zustimmung Samaṇa (Śramaṇa) (»der Asket«). Weil er unbewegt von Furcht und Schrecknissen, Mühsalen und Störungen,...
Verfasst: 29.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§104 Am ersten Tage feierten die Eltern des Asketen, des erhabenen Mahāvīra, das Geburtsfest, am dritten Tage vollzogen sie die Präsentation vor Mond und Sonne. Die Präsentation des Neugeborenen vor den Gestirnen Wenn zwei Tage nach der Geburt vergangen sind, soll der geistliche Lehrer des Hausherrn eine silberne Abbildung des Mondes auf einer Jinastatue befestigen, diese mit Hymnenstrophen verehren und...
Verfasst: 28.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§95 Die Kṣatriyāṇi Triśalā badete, vollzog die Hausopfer, führte glückbringende und Sühnung bewirkende Riten durch und schmückte sich mit aller Pracht. Durch den Genuß aller dem Zeitpunkt (ihrer Schwangerschaft) angemessenen, wohltuenden, nicht zu kalten, nicht zu heißen, nicht zu bitteren, nicht zu scharfen, nicht zu sehr zusammenziehenden, nicht zu sauren, nicht zu süßen, nicht zu weichen,...
Verfasst: 27.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§79 Diese 14 Großträume, du Göttergeliebter, sind jetzt von der Kṣatriyāṇi Triśalā geschaut worden. Großartige Träume, du Göttergeliebter, hat die Kṣatriyāṇi Triśalā geschaut! (...) Glück bewirkende Träume, du Göttergeliebter, hat die Kṣatriyāṇi Triśalā geschaut! Sie bedeuten Gewinn von Gütern, (...) Gewinn der Königsherrschaft, du Göttergeliebter! So wird die Kṣatriyāṇi...
Verfasst: 26.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§59-61 Als es hell wurde, die voll erblühten Taglotusse sich geöffnet hatten und die Sonne in flammendem Rot aufgegangen war, erhob sich Siddhārtha vom Nachtlager und ertüchtigte sich in seiner Gymnastikhalle durch geeignete Sportarten, wie Springen, Ring- und Boxkampf. Dadurch erschöpft, ließ er sich ölen, erfrischen und massieren. Danach begab er sich in seinen kostbar mit perlenbehängten...
Verfasst: 25.03.2015
Von Prof. Dr. Adelheid Mette
§35 Dann wieder erblickte sie einen Löwen. Dessen Körper war weiß wie Haufen von Perlenketten, wie der Milchozean, (...) lieblich anzusehen mit seinen festen, schönen Vorderpfoten, mit dem durch ebene, gesunde, wohlgeformte, scharfe Zähne gezierten Maul, im Schmuck seiner schönen, in den Ausmaßen edler Lotusse prangenden Lippen. An seinem zarten, den Blütenblättern des roten Lotus gleichenden Gaumen...

Loading more data

Loading more data

Spanne -