Geheimnisse des Geistes: Mentale Gesundheit (1)

Veröffentlicht: 31.10.2012
Aktualisiert: 03.07.2015

  • Verändern wir, was wir ändern können. Lassen wir wie es ist, was wir nicht ändern können:
    • Reinigung des Geistes
    • Transformation des Wesens
    • Transformation der zwischenmenschlichen Beziehungen

  • Schaffen wir uns durch die spirituelle Praxis eine Insel in unserem Inneren, auf der wir unseren Energieverbrauch drosseln und Energie ansammeln können.

  • Wir verschwenden unsere Energie, wenn wir
    • dauernd aktiv sind,
    • negativ handeln und denken,
    • Gedanken und Emotionen nicht meistern können.

  • Wir nutzen unsere Energie sinnvoll
    • zur Wahrnehmung unserer Seele,
    • zur Entwicklung unseres Bewusstseins,
    • zur Meisterung unserer Emotionen.

Sind wir gesund? Lassen wir einmal andere aus dem Spiel. Stellen wir uns diese Frage selbst und versuchen auch, eine Antwort darauf zu finden. Oft wird Gesundheit in zwei Kategorien eingeteilt, in geistige und körperliche. Das ist jedoch keine gelungene Unterscheidung. Sind wir geistig gesund, sind wir es auch körperlich, umgekehrt gilt das auch. Körper und Geist sind eng miteinander verbunden und wirken wechselseitig aufeinander ein. Jedoch wirkt der Geist stärker auf den Körper als der Körper auf den Geist. Wenn wir alle Situationen in unserem Leben annehmen können, bleiben wir gesund. Diese Fähigkeit ist der Schlüssel zur Gesundheit. Daraus ergeben sich 5 Richtlinien für die mentale Gesundheit. 

Die erste Richtlinie lautet: Erkenne dich selbst. Nur wer sich selbst mit allen seinen Stärken und Schwächen kennt, weiß, wer er ist. Wer zwei Söhne hat und einen immer vorzieht, darf sich nicht wundern, wenn der andere auf seinen Bruder neidisch ist. Wer seine Schwächen nicht kennt, regt sich leicht über andere auf und macht sie für die eigenen Schwächen verantwortlich. Manchmal geht das so ein ganzes Leben lang. Damit uns das nicht passiert, müssen wir uns über unsere Schwächen und Stärken klar werden.

Die zweite Richtlinie lautet: Übernimm selbst die Verantwortung für alle deine Handlungen. Wir sind nicht darauf vorbereitet, die Konsequenzen unserer Handlungen zu erkennen. Deshalb findet der Geist auch keine Ruhe. Für die mentale Gesundheit ist es sehr wichtig, dass man die Verantwortung für seine Handlungen übernimmt. Man braucht Mut für das Eingestehen von Fehlern. Ein schwacher Geist kann diesen Mut nicht aufbringen. Man sollte ohne Zögern die Verantwortung für seine guten und schlechten Taten übernehmen. Nur der Schwache macht andere für seine Fehler verantwortlich, weil er seine eigene Haut retten will. Gern lassen wir uns für unsere guten Taten loben, sind aber nicht darauf eingestellt, für unsere schlechten Taten getadelt zu werden. Anderen die Schuld zuzuweisen ist ein Zeichen von Schwäche.

Hingabe an die Wahrheit ist die dritte Richtlinie. Es ist sehr schwierig, Wahrheit zu definieren. Wahrheit ist die Erfahrung der das Universum regierenden Gesetze am eigenen Leib. Der Tod ist ein universales Gesetz. Es gibt keine Ausnahme, niemand ist unsterblich. Jeder, der geboren wird, muss eines Tages sterben. Unsterblichkeit ist eine Erfindung unserer Vorstellungskraft. Deshalb ist der Tod eine Wahrheit. Genauso sind Karma und Zeit Wahrheiten. Diese Naturgesetze müssen wir anerkennen.

Ein reicher Mann verlor seine Uhr. Trotz intensiven Suchens fand er sie nicht wieder. Verlust macht auch einen wohlhabenden Menschen traurig. Das Gefühl von Traurigkeit entsteht in uns, wenn wir die Wahrheit nicht realisieren. Die Wahrheit ist, dass der Lebensweg mit Gewinnen und Verlusten gepflastert ist. Würden wir dieses universale Gesetz kennen, wären wir niemals traurig.

Toleranz ist die vierte Richtlinie. Ein Mensch ohne Toleranz ist immer unglücklich. Zudem ist das Verhalten eines intoleranten Menschen schwer einschätzbar. Wenn der Ventilator plötzlich aussetzt, während ein Mensch ohne Toleranz meditiert, fühlt er sich so gestört, dass er nicht weiter meditiert.

Ein Mensch mit Toleranz erträgt sowohl die Gewinne, als auch die Verluste im Leben. Hitze und Kälte, Luxus und Entbehrungen, Behagen und Unwohlsein setzen denen zu, die nicht akzeptieren können, dass beides zum Leben gehört. Menschen mit Toleranz haben diese Stärke. Doch wer mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde, weiß den Wert der Toleranz selten zu schätzen.

Menschen brechen häufig ihre Versprechen. Warum?

  • Wankelmütigkeit
  • Intoleranz
  • Unberechenbarkeit der Sinnesorgane

Gewöhnlich sind wir uns über die Konsequenzen unserer Wünsche und Begierden nicht im klaren und reagieren bestürzt, wenn wir sie erleben.

Die fünfte Richtlinie ist, dass wir uns so geben, wie wir sind. Wir sollten nicht anders scheinen wollen als wir sind. Viele Menschen spielen sich im sozialen Leben auf und machen sich wichtig. Wenn sie zeigen müssen, wer sie wirklich sind, geraten sie in Verlegenheit.

Wer etwas vorgibt zu sein, was er nicht ist, schadet sich selbst und anderen. Die Wahrheit kommt unweigerlich ans Licht, und die Enttäuschung hinterher ist groß

Quellen

Englischer Titel:
The Mysteries Of Mind

Redaktion:
Muni Mahendra Kumar

Herausgeber:
Jain Vishva Bharati Ladnun, India

2. Edition: 2002

Übertragung ins Deutsche:
2006 Carla Geerdes
2012 Überarbeitete Fassung
Carla Geerdes

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