Geheimnisse des Geistes: Verheißungsvolles Strömen der Energie (1)

Veröffentlicht: 27.10.2012

Mental gesund sind wir, wenn Energie und Emotionen in Harmonie miteinander fließen und wir alle Ereignisse und Erfahrungen gleichwertig betrachten können, ohne sie positiv oder negativ zu bewerten. Dazu gehört, dass wir

  • unsere Stärken und Schwächen kennen,
  • die Verantwortung für unser Handeln übernehmen,
  • uns der Wahrheit verpflichten,
  • Toleranz entwickeln.

6 Parameter sagen etwas über unsere Persönlichkeit aus:

  • Äußere Erscheinung
  • Handlungen
  • Reaktionen
  • Gedanken
  • Gefühle und Hoffnungen
  • Entscheidungsfähigkeit in sozialer und persönlicher Hinsicht

Die Aktivierung der geistigen Energie ist eine wichtige  Erfahrung im Leben, denn ohne sie können wir keine Lösungen für unsere Probleme finden. Dazu braucht man Stärke, doch Stärke allein genügt nicht. Nur Stärke in Verbindung mit Einsichts- und Erkenntnisfähigkeit  versetzt uns in die Lage, unser Leben ganzheitlich zu leben. Das erste Anzeichen von Erfolg im Leben ist das Erlangen einer Machtposition aus eigener Kraft. Doch Mangel an Einsichts- und Erkenntnisfähigkeit  führt früher oder später zu Machtmissbrauch, und das hat üble Folgen. Hingegen nimmt der Lebensweg eines Menschen mit Einsichts- und Erkenntnisfähigkeit  einen glücklicheren Verlauf, denn er sucht immer wieder neue Wege, die sein Leben verändern.

Ein Mächtiger, dem es an Einsichts- und Erkenntnisfähigkeit  mangelt, bereitet anderen Menschen immer wieder Schwierigkeiten, weil er sie mit seinen falschen Vorstellungen in die Irre führt. Nicht nur das, er bringt auch sich selbst in Schwierigkeiten, weil er sich ständig täuscht. Doch wenn Macht mit Einsichts- und Erkenntnisfähigkeit einhergeht, führen alle Anstrengungen zu glücklichen Ergebnissen. Wer die Wahrheit des Selbst erkennen möchte, wird niemals und unter keinen Umständen anderen schaden.

Hat man einmal damit begonnen, das Selbst wahrzunehmen und zu erkennen, kommt man der Wahrheit immer näher. Hier gibt es weder Unwissenheit, noch Vernachlässigung des Selbst. Wer sich auf die Suche nach dem Selbst begibt, dessen Selbst wird erwachen.

Der Prozess des Erwachens vermittelt einem manchmal merkwürdige Erfahrungen. Der Erleuchtete sagt: „Bruder Zorn, gehe nun und suche dir ein anderes Zuhause. Hier hast du nichts zu erwarten. Bruder Stolz, auch du solltest nun gehen. Mutter Täuschung, du hast hier nichts mehr zu tun. Also musst auch du gehen. Bruder Gier, bitte geh’, wohin es dir beliebt.“

Zorn, Stolz, Täuschung und Gier bleiben nur aktiv, wenn wir nicht wachsam sind. Sie verschwinden, sobald wir erwachen. Sie sind wie Einbrecher, die kommen, wenn die Bewohner schlafen. Sobald sie aufwachen, rennen sie davon.

Spirituelle Erfahrungen geben dem Lebensweg eine andere, glücklichere Richtung. Der Kontakt mit dem Selbst ist erheiternd und erleuchtend. Die Erfahrung des Selbst und die vom Selbst verschiedenen Erfahrungen sind wie Parallelen, die sich nicht treffen. Wer Erleuchtung gefunden hat, kann seine Spiritualität realisieren. Ohne Erleuchtung keine spirituelle Praxis.

Erwachen und Benommenheit wechseln einander im menschlichen Leben ab, eins folgt auf das andere. Deshalb muss man herausfinden, wie die Erleuchtung andauern kann. Wie kann ein Funke in einen dauerhaften Lichtstrahl verwandelt werden? Kann die Aktivierung von geistiger Energie für dauerhafte Erleuchtung sorgen? Wir müssen uns dahingehend ändern, dass wir durch Verzeihen und Versöhnen all unsere Erfahrungen und Erlebnisse als gleichwertig behandeln können. Der spirituelle Reisende bewegt sich ins Unbekannte, er geht einen Weg, den er nie zuvor gewählt hat. Was er anstrebt, hat er nie zuvor realisiert. Er braucht deshalb außer einem Kompass und Zielstrebigkeit die Kraft zum Verzeihen und Versöhnen.

Kompass und Orientierung auf dem spirituellen Weg sind das Göttliche, denn auf diesem Weg verbindet man sich mit der höchsten spirituellen Kraft. Es hat keinen Sinn, sich von jemandem unterweisen zu lassen, der weder verzeihen, noch versöhnen kann. Es ist wichtig, sich von einer inspirierenden Kraft leiten zu lassen, die nur dem höchsten Ideal folgt: dem Höheren Selbst. Das Höhere Selbst, die höchste Seele, lässt einen nie im Stich.

Wenn sich die Seele mit der Seele des Höchsten Geistes identifiziert, bekommt das Leben eine neue Ausrichtung. Die Fähigkeit zum Verzeihen und Versöhnen ist der Preis dafür. Wer ihn errungen hat, ist seine negativen Tendenzen für immer los. Die Verbindung mit negativen Handlungen und Gefühlen lenkt immer wieder vom eigentlichen Ziel ab. Folge der spirituellen Praxis ist die Erkenntnis, dass die Welt in der wir leben, sich qualitativ vom Selbst unterscheidet. Zudem realisiert man, dass die Verbindung zu Objekten und Handlungen, welche im Gegensatz zum Selbst stehen, nur Kummer und Sorgen bringen. Zorn, Stolz, Täuschung sowie Vorlieben und Abneigungen stehen so im Vordergrund, dass man seine Spiritualität nicht leben kann und ein falsches Bewusstsein vom Leben entwickelt. Doch sobald man das durchschaut, verändern sich Bewusstsein und Lebensweg zum Besseren.

Quellen
Englischer Titel:
The Mysteries Of Mind Redaktion:
Muni Mahendra Kumar Herausgeber:
Jain Vishva Bharati Ladnun, India 2. Edition: 2002 Übertragung ins Deutsche:
2006 Carla Geerdes
2012 Überarbeitete Fassung
Carla Geerdes

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