Geheimnisse des Geistes: Strategien für die spirituelle Praxis (1)

Veröffentlicht: 11.09.2012
  • Wer sich auf die Reise zum Selbst begibt, muss sich auf Auseinandersetzungen mit der Welt und sich selbst gefasst machen.
  • Es ist eine schwierige Aufgabe sich darauf vorzubereiten ein Wahrnehmender und Beobachtender zu werden.

  • Die Fähigkeit zu Unterscheidung und Loslösung/Befreiung hilft Handlungen mit ungünstigen Folgen zu vermeiden.

  • Dazu gehört, sich auch von andauernden Einflüssen von außen zu befreien und auf dem Weg zum Selbst zu bleiben.

  • Mit dem Bemühen um das Selbst entfaltet sich die Fähigkeit zur Unterscheidung
    • zwischen Körper und Seele
    • zwischen Begierden und Seele
    • zwischen Trägheit und Seele
    • zwischen Gefühlen und Seele

Im Kayotsarga trainieren wir die Fähigkeit zur Unterscheidung, denn wir verlassen den Körper und sind uns dabei des Selbst bewusst. Auf dem Weg zur ultimativen Wahrheit des Selbst müssen wir zwischen Körper und Bewusstsein, Verlangen und Bewusstsein, Trägheit und Bewusstsein, Erregung und Bewusstsein unterscheiden. Ausgangspunkt der Reise zum Selbst ist die Erkenntnis, dass Bewusstsein und Körper voneinander verschieden sind.

  • Der Körper als grobstofflicher Träger des Selbst ermöglicht uns die Existenz in dieser Welt.

  • Der höchste Ausdruck des immateriellen Aspektes unseres Selbst ist das Bewusstsein.

Wir erreichen den spirituellen Bereich unseres Daseins, wenn wir Körper, Sprache und Sinnesorgane disziplinieren. Diese Selbst-Disziplin ist die Methode, mit der wir das Selbst erreichen können.

Durch Kayotsarga kann man die Unruhe von Körper und Geist überwinden. Doch solange die Lebensenergie im Körper zirkuliert und der Geist aktiv ist, kann Kayotsarga nicht erreicht werden.

Zuerst müssen wir den Geist beschäftigen und ihn aus seiner Verbundenheit mit den Vorgängen der Außenwelt lösen, indem wir ihn nach innen richten und ihn in den Ozean des Bewusstseins eintauchen lassen. In unserem weltlichen Leben bleibt das Bewusstsein unsichtbar wie Feuer in einem Kachelofen, doch sobald der Geist mit der Flamme des Bewusstseins verschmilzt, wird der Körper vom Ursprung seiner Aktivitäten getrennt, die auf den Vibrationen der Lebensenergie und der Unrast des Geistes beruhen. Er stabilisiert sich dann von selbst. 

  • Man kann die Aktivitäten des Körpers nicht beenden und den Körper verlassen, solange der Geist nicht mit dem Zustand des Bewusstseins verbunden ist, in dem das Selbst erkennt und zugleich weiß.

Quellen

Englischer Titel:
The Mysteries Of Mind

Redaktion:
Muni Mahendra Kumar

Herausgeber:
Jain Vishva Bharati Ladnun, India

2. Edition: 2002

Übertragung ins Deutsche:
2006 Carla Geerdes
2012 Überarbeitete Fassung
Carla Geerdes

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