Karma: Der Mechanismus ►Einführung

Verfasst: 18.01.2013
Aktualisiert: 29.05.2014

Einführung:

Die meisten Menschen erfahren ihr Leben als ständiges Wechselspiel zwischen Aktion und Reaktion. Sie setzen Handlungen in Gang und der Rest der Welt (d.h. auch der eigene Körper und das eigene Bewusstsein) reagiert auf diesen Stimulus. Oft präsentiert auch die äußere Welt Tatsachen und Probleme und löst dadurch unsere Reaktion aus.

Dieses Konzept von Aktion und Reaktion scheint Sinn zu machen. Es liefert uns eine Vorstellung, wie wir unser tägliches Leben - mehr oder weniger erfolgreich - steuern können.  Je erfahrener wir sind, - d.h. je besser wir verstehen, wie die Welt auf unsere Handlungen reagiert, - desto effektiver, fähiger und weiser können wir unser Leben führen.

Soweit - so gut. Doch leider funktioniert dieses Konzept nicht so glatt, wie es sich anhört:  Fast jede unserer Handlungen scheint Elemente zu enthalten, die sich unserem Einfluss entziehen, die den Handlungsablauf jederzeit beeinflussen können, ihn stören oder in Frage stellen. Besonders Langzeitprojekte haben eine irritierende Tendenz, in Ablauf und Ergebnis unvorhersehbar zu werden - unabhängig von der sorgfältigsten Planung und den reichhaltigsten Mitteln. Am Ende sehen viele Dinge völlig anders aus als ursprünglich geplant und erwartet.

Dass Handlungen so ablaufen wie geplant und die von uns gewünschte Befriedigung bringen, ist oft eher die Ausnahme als die Regel.

Irgendetwas scheint in all unseren Berechnungen und Planungen zu fehlen, - irgendetwas, das wesentlichen Einfluss auf all unser Handeln und dessen Ergebnisse hat.

Erstaunlicherweise hat dieses 'Etwas', das doch zentrale Macht über unser Leben ausübt, nie die sonderliche Aufmerksamkeit der westlichen Wissenschaft erregt. Die Psychologie blieb bisher der einzige Versuch, Grundmechanismen und Triebkräfte unseres Handelns in nicht-materiellen Bereichen zu suchen. Was 100 Jahre Forschung in diese Richtung allerdings bisher herausgefunden haben, liefert uns kaum einen neuen, systematischen Ansatz für wirksameres Handeln. Denn wenn die psychologischen Thesen auch logisch klingen mögen, so sträuben wir uns doch intuitiv dagegen, von einem kaum zugänglichen Unterbewusstsein gesteuert zu sein, dessen Ursprung und Eigenschaften nicht ausreichend erklärt sind.

In der östlichen Hemisphäre der Welt gibt es jedoch Modelle und Konzepte, die nicht nur die inneren Mechanismen des Handelns erklären, sondern auch eine Vorstellung bieten, welches immense - bislang ungenutzte - Potential dem Menschen zur Verfügung steht und wie er die ihm angeboren Fähigkeiten weit wirksamer entfalten kann als er es im Augenblick tut. Der Name dieses Konzeptes heißt 'Karma'.

Nun hat das Wort 'Karma' in den letzten zwanzig Jahren im Westen eine eher dubiose Bedeutung angenommen. Es wird mit einem nebulösen Gefühl der Vergeltung längst vergangener Handlungen assoziiert und mit Schuld, die sich in zukünftigen Inkarnationen entladen soll. Darüber hinaus dient es oft als bequeme Entschuldigung für Unglück oder schlechte Planung. Karma wurde in unserem Kulturkreis nie exakt definiert und zirkuliert in eher vagem Verständnis hauptsächlich in spirituell angehauchten Kreisen.

Die Tatsache, dass dieses Wort im Westen missverstanden und falsch eingesetzt wird, schränkt die Bedeutung, Klarheit und Gültigkeit des ursprünglichen indischen Konzeptes des Karma -•wie es in der vorliegenden Übersetzung des Tattvarthasutra beschrieben wird - jedoch nicht im geringsten ein.

Das ursprüngliche indische Konzept hat nicht die Absicht uns an Ereignisse früherer Inkarnationen zu ketten, wie es das vage westliche Karma-Verständnis fälschlicherweise annimmt. Und im erfrischenden Gegensatz zum kaum zugänglichen Unterbewusstsein der westlichen Psychologie bergen die karmischen Mechanismen auch nichts Geheimnisvolles.

Den besten Schlüssel zum Verständnis von Karma liefert das Wort selbst: in der direkten Übersetzung bedeutet Karma 'Handlung', - und zwar ausschließlich 'Handlung, die in der Gegenwart stattfindet'.

Unter 'Handlung' versteht das Tattvarthasutra jedoch nicht nur die Bewegung von materiellen Dingen und Lebewesen, sondern auch ein 'interaktives Feld', das jede Handlung in und um ein Lebewesen erzeugt und das im Wesentlichen von unseren Wünschen, Intentionen, Motivationen, dem emotionalen Gehalt und dem 'Drive', mit dem wir unsere Handlungen durchführen, gesteuert wird.

Das Tattvarthasutra erklärt, wie unsere Handlungen dieses Feld beeinflussen und wie das Feld wiederum uns beeinflusst. Es bietet Mechanismen an, wie wir dieses Feld steuern und uns nutzbar machen können.

Der Fokus des ursprünglichen Begriffes Karma auf die Gegenwart macht außerdem deutlich, dass sich unsere Handlungen nicht erst in unwirklich ferner Zukunft 'karmisch' auswirken werden, wie im Westen gerne angenommen wird. Der Fokus auf die Gegenwart bedeutet, dass jede unserer Handlungen automatisch unser 'interaktives karmisches Feld' aktualisiert und daher auch die Wirkung unmittelbar in der Gegenwart eintritt. Sie manifestiert sich u.a. darin, dass sich uns - teils auf subtile Ebene, teils konkret erfahrbar - potentielle Handlungsmöglichkeiten eröffnen oder verschließen.

Dieser Fokus karmischer Mechanismen auf die Gegenwart gibt auch all denen Hoffnung, die sich bisher - in fehlerhaftem Verständnis - einem riesigen Berg Karma aus nebulöser Vergangenheit ausgeliefert sahen, der in ihrer Vorstellung oft noch negativen Charakter annahm. Die unzugängliche Grösse dieses Berges und das Fehlen jeglicher vernünftiger Instruktionen, wie man damit umgehen sollte, verursachten bei vielen eine unruhige Beziehung zu diesem Thema. Man 'glaubte' offiziell zwar nicht an Karma, hatte aber insgeheim die Befürchtung, dass an dem ganzen Konzept doch etwas dräuend Nachteiliges dran sein könnte.

Das Tattvarthasutra stellt nun klar, dass unser individuelles karmisches Feld ständig den vollständigen, aktuellen Status unseren gesamten Karmas enthält und dass dieses Feld durch unsere Handlungen auch jederzeit beeinflussbar ist. Es gibt keinen verborgenen 'Karma-Berg', in dem all unsere vergangenen Handlungen gespeichert sind.

Zwar wird der Inhalt unseres interaktiven karmischen Feldes durch (frühere) Aktivitäten geprägt - wie all unser Leben, -doch sind die eigentlichen (früheren) Handlungsabläufe darin nicht festgehalten. Das Feld enthält nur die Richtungen, in die wir uns bewegen (unsere Wünsche und Motivationen) und die Intensität und das emotionale Engagement, mit denen wir diese Richtungen verfolgen.

Damit wird auch klar, dass Karma nicht - wie oft angenommen - eine negative Last ist. Das Streben nach Erfüllung (Umsetzung, Realisierung) der im Inneren gefühlten Werte und Ideen ist eins der grundlegenden Merkmale unserer Existenz. Wir wollen dass unsere Handlungen Früchte tragen, wir möchten diese Früchte erfahren und wir haben normalerweise auch recht konkrete Vorstellungen davon, wie diese aussehen sollen. Das emotionale Engagement, mit dem wir unsere Vorstellungen verfolgen, wirkt dabei wie ein Magnet, der all die Komponenten anzieht, die zur Erfüllung dieser Vorstellungen notwendig sind. Karma ist der Mechanismus, der uns die Themen unseres Lebens solange erfahren lässt, bis wir optimale Erkenntnis daraus gewonnen haben und unsere emotionale Anhaftung an den (erledigten) Themen fortfällt.

Es steht uns selbstverständlich frei, diesen Vorgang - die Wiedervorlage nicht abgeschlossener Lebensthemen - negativ zu interpretieren. Es besteht jedoch grundlegend dazu kein Anlass, da es sich letztendlich um einen wertneutralen Wachstumsprozess handelt. Je besser wir verstehen, wie sich dieser Prozess steuern lässt, desto weniger werden wir uns ihm ausgeliefert fühlen, - und je schneller die von uns gewünschten Ergebnisse eintreten, desto weniger werden wir die Erscheinungsformen dieses Prozesses negativ auslegen.

 

Das uralte Wissen der Jains

Das Tattvarthasutra beschreibt in komprimierter Form die Essenz der Jaina Philosophie, eine der ältesten, wenn nicht die älteste Philosophie der Welt überhaupt. Es präsentiert uns da-ei aber nicht nur eine inspirierende, umfassende und extrem logische Weltsicht, sondern eröffnet eine im Westen unbekannte, praktische Methode, mit der wir dynamische Erkenntnis auch in unserem eigenen Leben finden und leben können.

Im Gegensatz zu vielen  anderen Religionen, Philosophien oder Weltanschauungen haben die Jains nicht die Absicht, der Menschheit Respekt vor echten oder imaginären übernatürlichen Kräften oder (einem oder mehreren) Göttern beizubringen, oder in irgendeiner Form um deren (der Götter) Segen zu bitten. Sie streben auch keine Konvertierung der Menschen in unkritische Gläubige an, um deren Leben dann um einen spirituellen Magneten kreisen zu lassen.

Ziel der Jaina Philosophie ist es, jedem, der sich dafür interessiert, ein Instrument, eine Methode in die Hand zu geben, mit der er den höchsten Status seines eigenen Potentials verwirklichen kann, - ein Potential, das nach den Jains eine wahrhaft atemberaubende Weite und Tiefe (in Wissen, Macht, Fähigkeiten und der Erfahrung von Glück) besitzt und dem wir im Westen kein vergleichbares Konzept entgegenstellen können.

Diejenigen, die die Methode der Jains in die Praxis umsetzen, begeben sich auf einen Weg, an dessen Ziel vollkommene Selbstbestimmtheit und die Entfaltung von Eigenschaften liegt, die üblicherweise nur Göttern (oder einem Gott) zugeschrieben werden. Dieses hohe Ziel wird jedoch nicht in Abhängigkeit vom Segen übergeordneter Wesen, einer übersinnlichen Kraft oder eines Guru erreicht. Die Methode der Jains lässt - abhängig vom eigenen Einsatz - Beschränkungen, Blockaden und Grenzen unseres Bewusstseins nach und nach fortfallen. In wachsender Selbstbestimmtheit zeichnet sich der individuelle Weg zu umfassender Erkenntnis dann immer deutlicher ab. Das Tattvarthasutra schildert auf exakte Weise, wie dies möglich ist.

 

Das Tattvarthasutra

Das Tattvarthasutra (wörtlich: 'Aphorismen, die den Sinn der Realität erläutern') ist ca. 1800 Jahre alt. Es wurde von dem indischen Weisen Umāsvāti im zweiten oder dritten Jahrhundert nach Christi Geburt geschrieben. Umasvati fasst dann das zu seiner Zeit bekannte Wissen der Jains in einem Werk zusammen.

Der Beginn des Jainismus wird oft mit dem Leben des Propheten Mahavir (599 bis 527 v. Chr.) gleichgesetzt, doch gilt als erwiesen, dass die Jains bereits in der Indus Valley Zivilisation existierten, der ältesten Hochkultur Asiens (ca. 3000 v. Chr.). Nach den Geschichtsdaten der Jains reicht der Ursprung des Wissens jedoch in noch ältere Zeiten zurück. Die Jains sehen das Tattvarthasutra als ihre zentrale Schrift an.

'Sutren' (kurze Merksätze) und deren Interpretation durch Kommentare entwickelten sich in Zeiten, in denen eine Aufzeichnung auf Papier oder andere Medien nicht existierte und Wissen mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurde.  Sutren sind daher knapp gefasst und halten sich an ein komplexes Regelwerk, das die Bedeutung eines Wortes beispielsweise schon durch seine Position festlegt. Damit Wissen in möglichst reiner Form erhalten blieb, hielten sich auch die Kommentatoren der Sutren an feste Regeln. Diese Methode funktionierte so perfekt, dass komplexe Informationen, deren Ursprung Tausende von Jahren zurückliegt, unsere Zeit nahezu vollständig intakt erreichten.

Einem im westlichen Kulturkreis aufgewachsenen Menschen mag die Wissensübermittlung in Form von Sutren anfangs oft fremdartig und ungewohnt erscheinen. Die komplexen Regeln und der formale Stil blockieren leicht den Zugang zu Werken dieser Art, - insbesondere wenn sie wörtlich und nahe am Originaltext übersetzt sind.

Das darin enthaltene Wissen ist jedoch hochaktuell, selbst wenn sein Ursprung in vorgeschichtlichen Zeiten liegt. Für die heutige Suche nach einem Sinn Jenseits der materiellen Übersättigung bietet das Tattvarthasutra den Schlüssel zu einer ungeahnten Ausdehnung des menschlichen Erfahrungsbereiches.

Um dieses Wissen einem breiteren Leserkreis zugänglich zu machen, wurde in der vorliegenden Übersetzung die rein technischen Teile des Kommentars so aufbereitet, dass sie den Zugang zum Werk nicht behindern. Der Sinngehalt wurde dabei so nahe am ursprünglichen Sanskrit-Text belassen, wie nur möglich.

Das gesamte Tattvarthasutra besteht aus drei inhaltlich deutlich voneinander abgegrenzten Teilen:

Kapitel 1 beschreibt die Methoden und Kanäle, über die wir Wissen erhalten - darunter auch die Funktion und Steuerung übersinnlicher Wahrnehmung und die Mechanismen, mit denen sich Wahrheit von Irrtum trennen lässt.

Kapitel 2 bis 5 definieren die Ebenen, auf denen sich Leben manifestieren kann. Sie gehen weiterhin auf Funktion und Aufgaben von Zeit, Raum, Materie und anderen Grundelementen dieser Welt ein.

Kapitel 6 bis 10 beschreiben die Ursachen der Blockaden und Beschränkungen unseres augenblicklichen Zustandes und gehen dann auf die Mechanismen ein, mit denen sich diese Ursachen beseitigen lassen. Das letzte Kapitel behandelt den Übergang in einen Zustand, in dem karmische Mechanismen den Menschen nicht mehr blockieren und er ungehinderten Zugang zu seinem gesamten Potential gewinnt.

Das vorliegende Buch enthält die Teile des Tattvarthasutra, die sich auf karmische Mechanismen beziehen und für den Menschen der heutigen Zeit relevant sind (Kapitel 6, 8 und einen Teil des Kapitels 9). Der begleitende moderne Kommentar basiert auf einem Kommentar (Sarvarthasiddhi), den der Inder Pujapada im siebten oder achten Jahrhundert nach Christi Geburt schrieb. Dabei wurde Wert darauf gelegt, den praktischen Aspekt des Tattvarthasutra - das Verstehen der eigenen Handlungsmechanismen und die Entfaltung potentieller Fähigkeiten - in anwendbarer Weise darzustellen.

Einen Einblick in die Größe des menschlichen Potentials und dessen Erforschung und Ausbildung bietet das erste Kapitel des Tattvarthasutra (erschienen bei Crosswind Publishing unter dem Titel DIE STRUKTUR DES WISSENS von Hermann Kuhn).

Um Text und Kommentar leichter lesbar zu machen, wurden bei der Transliteration der Sanskrit-Worte alle Akzente eliminiert. Mögen alle großen und kleinen Gelehrten mir diese Freiheit verzeihen; sie können sich bei Bedarf an den original Sanskrit Text halten, der am Anfang jeden Sutras aufgeführt ist.

 

Zum Thema Reinkarnation

Karma wird gerne mit Reinkarnation assoziiert. Nicht zu Unrecht; - zwar bezieht sich der Begriff Karma eindeutig auf die Gegenwart, doch steht er ebenso eindeutig im Kontext aufeinanderfolgender Verkörperungen. Dieses Modell wird im westlichen Kulturkreis oft als abstrus abgetan und ohne nähere Kenntnis und mit mildem Lächeln in den Bereich phantastischer orientalischer Fabel verwiesen.

Dabei wird aber leicht vergessen, dass auch unsere westliche Vorstellung von Existenz nur ein Modell ist. Die Annahme, dass Leben aus dem Nichts geschaffen wird, kurz eine körperliche Form annimmt, um danach mit einem anderen Körpertyp recht ewig in Himmel oder Hölle zu verweilen, geht auf religiöse Ansichten zurück, die logischen Argumenten kaum zugänglich sein dürften.

Seit sich die Wissenschaft mit der Idee durchgesetzt hat, dass nur das existiert, was physisch wahrnehmbar ist, sind Himmel und Hölle gestrichen und unser Leben (und unser Bewusstsein) auf ein zufälliges Zusammenspiel von Chemikalien reduziert, das vor Geburt des Körpers und nach seinem Tod nicht existiert und daher im Ganzen kaum Bedeutung hat.

Nun ist jedes Modell (egal ob göttlichen Ursprungs, wissenschaftlich bewiesen oder praktisch erprobt) immer nur eine geistige Vorstellung, ein Raster, das auf einen Set persönlicher Erfahrungen projiziert wird. Dabei werden einige Erfahrungen in ihrer Bedeutung erhöht und der Rest an Wichtigkeit reduziert oder ignoriert.

Unglücklicherweise schließt dies oft Teile der Realität aus, die wesentliche Funktionsmechanismen unseres Lebens enthalten. Diese fehlenden Teile lassen sich vom Inneren des Modells aus - also unter Verwendung der modelleigenen Logik - auch nicht erschließen, ja noch nicht einmal erkennen. Solange wir also starr an einem einzigen Modell orientiert sind, besteht immer die Gefahr, dass uns ein Teil der Realität nicht zugänglich ist.

Ohne Modelle können wir jedoch nicht leben. Wir brauchen eine bewusste Vorstellung von den Mechanismen, die uns durchs Leben bringen. Da aber kein geistiges Modell existiert, das die gesamte Vielfalt, Tiefe und Dynamik des Lebens umfassen könnte, macht es auch wenig Sinn, den Glauben an eins dieser Systeme als Anlass zu nehmen, die Beschäftigung mit anderen Modellen prinzipiell abzulehnen.

Karma und Reinkarnation sind ebenfalls nichts anderes als Konzepte, die auf den Lauf der Welt projiziert werden. Sie sind nicht heilig, und es gibt mit Sicherheit auch Bereiche, in denen sie keine Gültigkeit haben. Karma und Reinkarnation umfassen jedoch einen breiteren Bereich der Realität als viele andere (westliche) Modelle. Sie eröffnen uns damit Lebensbereiche, die andere Modelle als nicht zugänglich ansehen.


aus dem Buch:

  • Karma - Der Mechanismus
    Kuhn [1998]
Teile diese Seite auf: