Keine Gewalt gegen Mensch, Tier und Pflanze: Quellen der Worte Mahaviras

Autor*in:  Image of Kurt TitzeKurt Titze
Veröffentlicht: 21.04.2015
Aktualisiert: 21.04.2015

Anders als in der reichhaltigen deutschsprachigen Buddha-Literatur gibt es bislang nur zwei Werke, in denen die Lehre des Mahavira zusammenhängend und in seinen eigenen Worten, wie sie verstreut in alten indischen Schriften überliefert sind, dargeboten wird. Beide Werke stammen von Walther Schubring (1882 -1969), der zu den Pionieren der Jainismus-Forschung gehörte und von 1920 bis zu seiner Emeritierung an der Universität Hamburg lehrte und wirkte. Beide Bücher sind noch im Buchhandel vorrätig (Stand von 1993). Schubring nannte Mahavira den vielseitigsten Denker des indischen Altertums.

Bei der Textauswahl für das vorliegende Buch, vorgenommen mit freundlicher Genehmigung der betreffenden Verlage, ging es darum, einen unverstellten Einblick in Mahaviras Lehre von der Gewaltlosigkeit zu vermitteln, ohne den Leser abzulenken durch die in kritischen Übersetzungen aus indischen Sprachen üblichen Fachausdrücke und wissenschaftliche Anmerkungen. Auslassungen sind nur dort, wo es dem Verständnis dient, mit drei Punkten (...) gekennzeichnet. Die Nummerierung der Zitate bezieht sich nicht auf Angaben in den Quellen.

Der Anstoß zu dem hier vorgestellten Versuch, diesen noch weitgehend unbekannten Denker und Menschheitslehrer einmal einer breiteren Leserschaft vorzustellen, gab nicht ein Studium der Indologie, sondern die aus mehreren langen Indienreisen erlebten Begegnungen mit Gläubigen der Lehre Mahaviras - Laien, Mönche und Nonnen - sowie das beglückende Verweilen in den Tempeln und heiligen Wallfahrtsstätten dieser Religion. Leben ohne Gewalt! war nicht mehr die Maxime einer Utopie, sondern erlebte Wirklichkeit.

Bei dem ersten der beiden genannten Werke handelt es sich um: Walther SCHUBRING: Worte Mahaviras - Kritische Übersetzungen aus dem Kanon der Jaina. Band 14 der Reihe »Quellen der Religionsgeschichte«, Göttingen 1926, Verlag Vandenhoeck & Ruprecht. Aus diesem Band wurden die folgenden Zitate entnommen:

1: S.70f

13: S. 83f

23: S. 131f

34: S. 129

2: S.98

14: S. 132

26: S. 122

35: S. 133f

8: S. 137

15: S. 82

28: S. 125

36: S. 125

9: S. 82

16: S. 83

29: S. 126

37: S. 136

10: S. 86

18: S.48f

30: S. 127f

 

11: S.95f

19: S.71

31: S. 128f

 

12: S. 83

22: S. 130

32: S. 129

 

Ebenda auf Seite 111 -115 das Zitat in der Einleitung über das Ablegen der Körpers durch freiwilligen Nahrungsentzug.

Das andere Werk von Walther SCHUBRING: Die Jainas - Religionsgeschichtliches Lesebuch, herausgegeben von Alfred Bertholet, Heft 7, Tübingen 1927, Verlag J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), diente als Vorlage für die folgenden Zitate:

3: S. 26f

7: S. 20f

39: S. 22f

44: S. 30

4: S.21

33: S. 18f

40: S. 16f

45: S.30

5: S.21

38: S. 25 u.

41: S. 17f

46: S. 6

6: S. 15

S.21f

42: S.28f

 

Ebenda auf Seite 10-11 das Zitat über die Atome in den Nachbemerkungen.

Die Zitate 24 und 25 sind Übernahmen aus dem Buch: Alle meinen den einen Gott - Lesungen aus den heiligen Büchern der Weltreligionen ausgewählt und übertragen von Heinz Gstrein, Wien 1981, Verlag Herder. Zitat 24: S. 124, Zitat 25: S. 256f.

Die übrigen Zitate übersetzte der Herausgeber selbst aus dem Englischen:

Zitat 17: Chapter VI, Sutra 25-26. In: Tattvartha-Sutram by Shri Umaswami Acharya, The Sacred Books of the Jains, No. II, Delhi 1956. Zitate 20 und 21 = Book II, Lecture 4, called »Modes of Speech«. In: Jaina Sutras, translated from Prakrit by Hermann Jacobi, Pärt I, Delhi (reprint) 1989.

Zitat 43: ebenda S. 52.

Die Heinrich Zimmer-Zitate stammen aus seinem Werk: Philosophie und Religion Indiens, Frankfurt 1988, 6. Aufl., 5. 253 und S. 171f, Suhrkamp Verlag.

Albert Schweitzer wurde zitiert aus dem Kapitel »Der Jimsmus« (Seite 64) in seinem Buch: Die Weltanschauung der Indischen Denker - Mystik und Ethik, Bern 1965, Verlag Paul Haupt.

Die dem Pythagoras zugeschriebene Aussage in der Einleitung verdanke ich einem Radio-Essay von Garleff Zacharias-Langhans.

Quellen
Titel: Keine Gewalt gegen Mensch, Tier und Pflanze
Verlag: Zerling Clemens, Berlin
Ausgabe: 1993
Umschlaggestaltung: Klaus Esche

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Die sinngemāße ūbersetzung des Sanskrit-Textes auf dem Umschlagbild lautet:

Mit der Absage an die Gewalt stirbt die Feindschaft zwischen den Lebewesen

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