Das Gespür für Wachstum ► Tattvarthasutra, Kapitel 1 ► Sutra 14

Verfasst: 08.07.2014

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Tadindriyanindriya nimittam (14)

Sinneswissen (mati) entsteht durch die Sinne und den Geist. (14)


Die Natur unseres Bewußtseins ist Wissen.

Solange Karmas am Wirken sind, die Teile unserer Erkenntnisfähigkeit blockieren, sind wir nicht fähig, uns durch das Bewußtsein allein Wissen über Objekte und Situationen anzueignen. In diesem (eingeschränkten) Zustand benötigen wir daher Instrumente, die uns diese Art Wissen zugänglich machen.

Dies sind

  • zum Erkennen materiellen Wissens die Sinnesorgane (indriyas)
    und
  • zum Erkennen nicht materiell erfahrbaren Wissens ein Organ[39] (anindriya), das uns Zugang zu den Bereichen gibt, die jenseits der rein auf das Materielle ausgerichteten Sinne liegen.

Die Sinne nehmen Objekte bis zu einem bestimmten Grad an Feinheit wahr. Sie sind in ihrer Wahrnehmung für lange Zeit konstant.

Der Geist funktioniert nicht auf diese Weise. Weder ist er in der Feinheit der Wahrnehmung begrenzt, noch verweilt er lange bei einem Objekt (unsere Aufmerksamkeit wechselt ständig von einem Objekt zum nächsten).

Der Geist wird auch als inneres Sinnesorgan bezeichnet, das bei der Bewertung von Handlungen, Situationen, Erinnerung etc. nicht von den nach außen gerichteten Sinnen abhängig ist.

Fußnoten:
[39]
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