Karma: Der Mechanismus ► Bindung an Karma - Tattvarthasutra, Kapitel 8 ► Tattvarthasutra 8.23

Verfasst: 24.04.2014

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Tatashcha nirjara (23)

Nach der Aktivierung ist die Bindung an Karma aufgelöst (nirjara). (23)

 


Die Aktivierung von Karma bringt die darin vorhandene latente Energie in eine reale und erfahrbare Form. Die Aktivierung löst die Bindung zwischen jiua und den entsprechend manifestierten karmischen Molekülen vollständig auf. Nach seiner Aktivierung hat Karma keinen Einfluß mehr auf das Leben eines jiva.

Die Bindung an Karma löst sich auf,

  1. wenn die Bedingungen, die für eine Aktivierung förderlich sind, auf natürliche Weise eintreten (savipaka), bzw. am Ende der maximalen Zeit, während der Karma (latent) an ein Lebewesen gebunden sein kann. Bei diesem Vorgang liegt möglicherweise ein langer Zeitraum zwischen der Ursache der Bindung und deren Auflösung.

  2. wenn die Aktivierung forciert wird (avipaka), d.h. wenn die Bedingungen, die eine Aktivierung hervorrufen, künstlich geschaffen werden. Dieser Mechanismus kann - so er richtig ausgeführt wird - die Menge des vorhandenen Karmas (d.h. die Menge der noch unerledigten Lebensthemen) schneller verringern. Auf den forcierten Abbau von Karma wird im nächsten Kapitel - AUFLÖSUNG VON KARMA - eingegangen.
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