Karma: Der Mechanismus ► Bindung an Karma - Tattvarthasutra, Kapitel 8 ► Tattvarthasutra 8.20

Verfasst: 22.04.2014

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Shesanamantramuhurta (20)

Die kürzeste Zeit, die die übrigen Karma-Arten, d.h.

  1. Karma, das Wissen (jnana) verschleiert,
  2. Karma, das Erkenntnis (Wahrnehmung) (darshana) behindert,
  3. Karma, das Täuschung (mohaniya) verursacht,
  4. Karma, das Dauer und Ort der nächsten Verkörperungen) festlegt (ayu),
  5. Karma, das Behinderungen (antaraya) im Leben veranlaßt

an einen jiva gebunden sein können, reicht von einem avali (ca. 1 Sekunde) bis zu einem muhurta (ca. 48 Minuten). (20)


Die Zeit, in der sich Karma auflösen kann, hängt wesentlich von der Entwicklungsstufe des jiva ab.

Ein jiva, der die zehnte Entwicklungsstufe (suksma samparaya) erreicht, erwirbt damit die Fähigkeit, Karma, das Erkenntnis behindert, Wissen verschleiert und Behinderungen verursacht, in dieser kürzestmöglichen Zeit aufzulösen.

Ein jiva, der die neunte Entwicklungsstufe (anivritta karana) erreicht, erwirbt damit die Fähigkeit Karma, das Täuschung verursacht, in dieser kürzestmöglichen Zeit aufzulösen.

Die kürzestmögliche Dauer des Karmas, das Dauer und Ort der nächsten Verkörperung festlegt, manifestiert sich in Menschen und Tieren, die sich in der Region des Karma-bhoga der Mittleren Welt verkörpern, - d.h. in dem Bereich, in dem sich Wesen inkarnieren, deren Menge an positivem und negative Karma zeitweilig oder permanent ausgeglichen ist (siehe Kapitel Kontakt Mit Karma, Sutra 17).

Karma-bhoga ist der Teil der Mittleren Welt, in dem die dort verkörperten Wesen ihre Lebensunterhalt und die Verwirklichung ihrer Wünsche und Ziele durch Aktivität erreichen.

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