Karma: Der Mechanismus ► Kontakt mit Karma - Tattvarthasutra, Kapitel 6 ► Tattvarthasutra 6.16

Verfasst: 19.03.2014

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Maya taiyagyonasya (16)

Das Täuschen und Irreführen anderer führt zum Einfließen von Karma, das Verkörperungen in der Tier- und Pflanzenwelt verursacht. (16)

 

 


  • Das Irreführen anderer (auch das Täuschen über eigene Motive und die Weitergabe falscher Informationen),
  • das Lehren religiöser Inhalte, von deren Richtigkeit man nicht (mehr) überzeugt ist,
  • das Abwandeln religiöser Lehren aus eigennützigen Gründen und deren Weitergabe,
  • das Fehlen einer tugendhaften Lebensführung,
  • das Verlangen, andere zu betrügen und
  • eine bedauernde Haltung zum Zeitpunkt des Todes

führen zum Einfließen von Karma, das Geburt(en) in Körpern auslöst, die nicht über einen Geist verfügen, - d.h. in Körpern der Tier- und Pflanzenwelt.

Das Instrument des Geistes (manas) hat die Funktion, das Wissen um den Weg zur Befreiung intellektuell bewußt zu machen, zu verstehen und weiterzugeben. Ein willentlicher Mißbrauch des Geistes zum Zweck der Täuschung anderer jivas ist eine grundlegende Fehlfunktion dieses Sinnesorgans.

Wie ein physisches Organ, das verkümmert, weil es nicht oder falsch eingesetzt wird, Verkümmert' auch der Geist, wenn seine eigentliche Funktion nicht praktiziert wird. Durch die fehlende Aktivierung der eigentlichen Funktion des Geistes kann sich kein (positives) Karma akkumulieren, das die Bildung des Geistes im nächsten Körper unterstützt. Nach Verlassen des gegenwärtigen Körpers ist daher nur die Geburt in einem Körper ohne Geist möglich[26].


Fußnoten:
[26]
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