Sthananga

Veröffentlicht: 27.11.2012
Aktualisiert: 27.11.2012
Alias(se)
Sthāna, Sthānāṅga, Ṭhāṇa, Ṭhāṇaṃga

Übersetzung:

Sanskrit: स्थानाङ्ग sthānāṅga; Prakrit: ठाणंग ṭhāṇaṃga, wörtlich etwa: "Aṅga des (rechten) Platzes (der Dinge)".

Das Kompositum Sthānāṅga ist die resanskritisierte Form des älteren Prakritwortes Ṭhāṇaṃga und wird gebildet aus den Gliedern स्थान sthāna (n.) hier: "Platz", "Position" (abgeleitet von der Sanskritwurzel स्था sthā "stehen") + अङ्ग aṅga (n.) "Glied".


 

Bedeutung:

Der Titel des Sthananga, des dritten Anga des Shvetambara Kanon, das von den Mönchen im achten Studienjahr nach der Diksha studiert werden soll, [1] verweist auf dessen Inhalt, der größtenteils aus Listen verschiedener Gegenstände der Religion in zahlenmäßiger Ordnung (1-10) und deren Position im religiösen System besteht; insofern bildet das Sthananga eine Parallele zum Anguttaranikaya des buddhistischen Pali-Kanons. Die Auflistungen enthalten häufig Zahlengleichnisse, wie etwa:

"Es gibt vier Arten von Körben, so auch von Lehrern.
Es gibt vier Arten von Fischen, so auch von Bettlern.
Es gibt vier Arten von Kugeln, so auch von Männern.
[...]" [2]

Von besonderem Interesse ist jedoch ein im Text enthaltenes Inhaltsverzeichnis des Drishtivada, dem nur in Fragmenten erhaltenen 12. Anga des Shvetambara Kanon. [3]


 

Fußnoten
1:

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2:

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3:

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