Bahubali

Aktualisiert: 22.01.2013

Alias

Bāhubali, Gomateshvara, Gommata

Gruppe(n)

   ► Individuen ► Mythische Person

Über

Gomateswara.jpgNahe Shravanabelgola, Karnataka, steht die Statue des Bahubali (auch Gommata oder Gomateshvara genannt), ein 18m hoher Monolith, nach Digambara Tradition unbekleidet (luft-bekleidet), in stehender Kayotsarga Haltung. Um seine Füße haben Ameisen ihre Hügel gebaut und um seine Beine und Arme sind die Ranken einer Pflanze gewachsen − Zeichen einer völligen Versunkenheit in die Meditation.

Auftraggeber war der König der Ganga-Dynastie Rachamalla IV. (974-984). Unter Aufsicht seines Ministers oder Generals Chavundaraya (940–989) wurde die Statue aus einem einzigen Felsblock gehauen.

Neben einigen älteren Höhlentempeln in Ellora (Maharashtra) und Badami (Karnataka), den Bergtempeln von Mount Abu (Rajasthan) und Shatrunjaya (Gujarat) sowie den Tempelkomplexen von Ranakpur und Jaisalmer (Rajasthan) gilt Shravanabelagola als eines der wichtigsten Jaina-Heiligtümer Indiens.

Das Leben Bahubalis, Sohn des ersten Tirthankara Rishabhanatha, gilt den Jaina als Sinnbild für die Realisierung von Ahimsa.

Nachdem der Vater Rishabhanatha sein Königreich unter seinen Söhnen Bharata und Bahubali aufgeteilt hatte, wurde er Mönch. Doch seine Söhne gerieten über das Erbe so in Streit, dass sie sogar Krieg führen wollten. Als sich die Armeen der beiden Brüder gegenüberstanden, schlug Bahubali einen Zweikampf vor. Er wollte nicht, dass die am Streit unbeteiligten Soldaten mit ihrem Leben für diesen Streit büßten. Dem Sieger des Zweikampfes sollte das gesamte Königreich gehören und er sollte das Recht erhalten, dem Besiegten das Leben zu nehmen.

Bahubali gewann den Kampf und hatte somit das Recht, seinem Bruder das Leben zu nehmen. Sein Bruder kniete vor ihm nieder, senkte den Kopf und machte seinen Nacken frei. In diesem Augenblick kam Bahubali zu Bewusstsein, was er im Begriff war zu tun. Er sank auf die Knie, umarmte seinen Bruder und bat ihn um Verzeihung. Dann sagte er, dass er sehr erschüttert sei, dass er beinahe fähig gewesen wäre, seinem Bruder das Leben eines materiellen Vorteils wegen zu nehmen und er deshalb als Mönch in den Dschungel gehen und meditieren wolle. Seinen Bruder bat er, das gesamte Königreich zum Wohle aller zu regieren und sich so dem Erbe des Vaters würdig zu erweisen.

Bahubali ging kurz darauf in den Dschungel und meditierte im Kayotsarga, bis er Erleuchtung erlangte. Während seiner Meditation stand er der Sage nach über ein Jahr ohne sich zu regen. Die Pflanzen des Dschungels begannen während dieser Zeit, sich an ihm empor zu ranken.

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