Prof. Dr. Helmuth von Glasenapp

Aktualisiert: 06.02.2013
Alias(se)
Glasenapp, Otto Max Helmuth von Glasenapp

Lebenszeit

Geboren: 08.08.1891, Berlin
Gestorben: 25.06.1963 in Tübingen

Über

Helmuth von Glasenapp (1891-1963) war ein deutscher Indologe und Religionswissenschaftler.


Otto Max Helmuth von Glasenapp wurde am 8. September 1891 als Sohn des späteren Vizepräsidenten der Reichsbank Otto Georg Bogislaf von Glasenapp in Berlin geboren. Nach dem Abitur studierte er Indologie und Allgemeine Religionswissenschaften an den Universitäten Tübingen, München, Berlin und Bonn, wo er 1914 bei Hermann Jacobi mit einer Dissertation über "Die Lehre vom Karman in der Philosophie der Jainas" promovierte.

Während des Ersten Weltkrieges war von Glasenapp als Mitarbeiter der Nachrichtenstelle für den Orient (NfO), einer Einrichtung des deutschen Generalstabs und des Auswärtigen Amtes, im Nahen Osten tätig.

Nach Kriegsende habilitierte er sich in Bonn mit einer Arbeit über "Madhvas System des Vishnu-Glaubens", konnte jedoch nach seiner Antrittsvorlesung im Mai 1918 aufgrund der Kriegswirren keine Lehrtätigkeit aufnehmen und wurde schließlich im April 1920 nach Berlin umhabilitiert, wo er bis 1928 als Privatdozent lehrte.

1927 unternahm von Glasenapp seine erste Reise nach Indien und wurde ein Jahr später (1928) als außerordentlicher Professor für Indologie an die Universität Königsberg berufen, wo er bis Kriegsende lehrte.

1946 erhielt er den Lehrstuhl für Indologie und Vergleichende Religionswissenschaften der Universität Tübingen.

1959 wurde von Glasenapp emeritiert und verstarb am 25. Juni 1963 in Tübingen nach einem schweren Verkehrsunfall.

Referenzen

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