Das Gespür für Wachstum : Svamitva - Das Wahrgenommene als eigene Erfahrung akzeptieren

Autor*in:  Image of Hermann KuhnHermann Kuhn
Veröffentlicht: 25.06.2014

Das Wahrgenommene als eigene Erfahrung akzeptieren (svamitva)

bedeutet, uns das Erlebte zu eigen zu machen.

Unmittelbaren und vollständigen Zugang zu Erlebnissen erhalten wir nur, wenn wir sie nicht als von uns getrennt ansehen. Nur wenn keine Distanz zwischen uns und unseren Erlebnissen ist, wird es uns möglich, tiefer darin einzudringen und all ihre Dimensionen zu erkunden.

Wenn wir akzeptieren, daß wir (bewußtseinserweiternde) Erfahrungen - wie kurz sie auch sein mögen - definitiv erleben und sie damit zu einem Teil unseres Lebens werden, erhalten wir echten Zugang dazu. Nur dann können wir in unserem Inneren all die Dimensionen und Eigenschaften erfühlen, die die Erlebnisse mit sich bringen und in sich tragen. Nur dann wissen wir wirklich, was sie für uns bedeuten, wie sie funktionieren, und auf welche Weise sie uns weiterbringen.

Die Beschäftigung mit Wissen, das uns das Erlebte erklären kann, hilft bei diesem Vorgang.

Unsere heutige Gesellschaft hat - bei aller vermeintlichen Offenheit Bewußtseinsphänomenen gegenüber - die Tendenz, echte bewußtseinserweiternde Erlebnisse für unmöglich zu halten. Obwohl viele Bücher Erfahrungen dieser Art beschreiben, halten wir es auf persönlicher Ebene so gut wie ausgeschlossen, daß wir selbst etwas derartig Großartiges erleben könnten. Diese unnötige Haltung wird von einer temporären sozialen Zeitströmung verursacht, die fordert, daß sich niemand aus der Masse derer erheben darf, die diese Erlebnisse möglicherweise nicht haben.

Diese Programmierung und das daraus entstehende Gefühl, wir 'dürften' keine höheren Bewußtseinsebenen wirklich erreichen, hat jedoch nichts mit unseren realen Erlebnissen zu tun. Es ist eine irrige Befangenheit, die uns am Erkunden eigener Erfahrungen hindert und möglichst schnell abgelegt werden sollte. Ohne Kopplung an diese Art Befangenheit steht uns die gesamte Palette unserer halbbewußten Erfahrungen ohne Einschränkung zur Verfügung.

BEISPIEL:

Durch Beschäftigung mit den entsprechenden Beschreibungen stellen wir fest, daß die kurzen Momente der Wachheit, die wir erfahren, Einblicke in die vierte Entwicklungsstufe (gunasthana) sind, in der unser Bewußtsein nicht mehr in einen tagtraumartigen Zustand eingesponnen ist. Diese Entwicklungsstufe ist charakterisiert durch die klare Wahrnehmung des Gespürs für Wachstum (samyag darshana).

Wir akzeptieren, daß wir für diese (kurze) Dauer wirklich die vierte Entwicklungstufe erfahren und interessieren uns nun dafür, wie wir den Zustand bewußt herbeiführen können, sodaß uns unser Gespür für Wachstum in weniger flüchtiger Form zur Verfügung steht.

Quellen

Titel: Das Gespür für Wachstum

Ausgabe: 1999, 2000

Verlag: Crosswind Publishing, 31505 Wunstorf

ISBN: 3-9806211-7-0

HN4U Online Edition: 2014


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